Green Bedding als Wundermittel für Eutergesundheit?

Letzte Woche besuchte Herr Westra von Keydollar B.V. einen Milchviehbetrieb der jetzt über ein Jahr Trockenstoff aus einem Keydollar DryBed auf seine Liegematten streut. Es ist ein Betrieb mit 170 Milchkühen, der jeden Tag 3 m³ Trockenstoff benötigt. Der Milchviehbetrieb ist sehr zufrieden, aber es gibt mehr zu erzählen: Die Zellzahlen sind im letzten Jahr von 220 auf 130 gesunken, wodurch die Anzahl Mastitis Fälle signifikant gesunken ist. Aber womit hängt das zusammen? Ist Einstreu aus Gülle ein Wundermittel, das die Eutergesundheit fördert? Obwohl des Öfteren gesagt wird, dass das Einstreu aus Gülle eher negativ die Gesundheit beeinflusst.

Andere Berichte?

In der Praxis erleben wir häufig die oben genannten Vorkommnisse bei Milchviehhaltern. Wir sind über die Erfahrungen sehr erfreut, aber auch die Milchviehhalter sind über die Ereignisse begeistert. Leider erleben wir in der Praxis auch negative Erfahrungen von Betrieben die Green Bedding betreiben. Diese Betriebe haben meistens keine ausreichende Begleitung von ihrem Gülleseparatoren Lieferanten erhalten. Wenn wir diese Vorfälle miteinander vergleichen, kommen wir zu einem positiven Fazit.

Gib Bakterien keine Chance!

Häufiges Einstreuen von Trockenstoff hat immer einen positiven Effekt auf die Eutergesundheit ihrer Herde. Auch wenn dies nicht immer effizient ist in Bezug auf Arbeitsaufwand. Milchviehbetriebe die 2 Mal die Woche einstreuen, bis hin zu täglich, gehen meistens mit Sprüngen voraus in Bezug auf die Eutergesundheit ihrer Herde. Wir sind erfreut dieses zu hören und haben hierfür nur eine Erkenntnis: Durch häufiges einstreuen haben wir stets frische Liegeplätze. Hierdurch erhalten Bakterien, die durch die Tiere selbst verteilt werden, viel weniger Möglichkeiten sich zu entwickeln. Nicht immer ist das Einstreumaterial die Quelle für Bakterien, meistens sind es die Tiere selbst. Wenn wir hören, dass dieses dennoch eintrifft, scheinen die Milchviehhalter nur alle 2/3 Wochen einzustreuen. Daraufhin folgen oft Bemerkungen wie: „Ja, aber nur alle 2/3 Wochen einstreuen spart Arbeitszeit“ oder „Ja, aber ich möchte nicht jede Woche mit der Einstreuschaufel zwischen der Herde durch“. Dann stell ich mir die Frage, benutzen wir das Einstreumaterial für die Eutergesundheit und den Kuhkomfort zu optimieren oder um so wenig wie Möglich Arbeit zu haben?

Häufiges einstreuen zur Vorbeugung von Mastitis?

Nach der Meinung von Herrn Westra ist häufiges einstreuen ausschlaggebend, sowie die obere Schicht vom Liegebett stets frisch zu haben. Das ist nicht spezifisch relevant für Einstreu aus Gülle (Trockenstoff), aber auch für Sägemehl und andere Einstreumaterialien. Es kommt der Eutergesundheit direkt zu Gute, zeigen Erfahrungen aus der Praxis.

Sind Sie bereits Anwender von Trockenstoff/Green Bedding in ihren Liegeboxen? Überlegen Sie sich ernsthaft um ihre Frequenz vom Einstreuen zu erhöhen auf z.B. 2 Mal die Woche. Sie werden bemerken, dass die Eutergesundheit ihrer Herde einen Sprung nach vorne macht und den Ertrag erhöht.

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